Das Sterben

    Apr
    20

     

    und der Tod. Wer möchte schon gern daran denken?

     

     

    Zur Zeit mache ich mir große Sorgen um meine Mutti. Sie liegt im Krankenhaus, Diagnose Krebs, voller Metastasen. Leider sind die Aussichten für die Zukunft eher schlecht. Dies zwingt mich dazu, mir auch Gedanken über Leben und Tod zu machen. Der Tod ist für einen Menschen weit weg, solange es ihn nicht selber betrifft, solange niemand aus seiner Familie geht. Bis jetzt hatte ich noch keine Berührung mit dem Tod, mir keine Gedanken gemacht über das Sterben.
    Wie geht man mit dem Tod um? Wie geht man mit Sterbenden um? Bis heute habe ich mir auch daüber noch keine Gedanken gemacht.
    Doch jetzt ist alles anders. Ich denke nach, über das Leben und über den Tod. Und über das Sterben. Kann ich den Tod akzeptieren, wenn er an meine Tür klopft? Wie gehe ich damit um, wenn ich dereinst sterben muß?
    Heute stehe ich auf dem Standpunkt, das der Tod die logische Konsequenz des Lebens ist. Der Mensch beginnt schon bei der Geburt zu sterben. Mit dem ersten Schrei beginnt die Uhr zu ticken, die Uhr, die uns unserem letzten Atemzug näher bringt.
    Das Leben ist uns geschenkt worden mit der Maßgabe des Todes. Es wurde uns vom Gevatter Tod nur geliehen. Und wir nutzen die Zeit zwichen Geburt und Tod mehr oder weniger Sinnvoll.
    Wie jedoch werde ich reagieren, wenn es dereinst mich betreffen wird? Ich vermag es nicht zu sagen. Heute noch nicht. Doch der Tag wird kommen, an dem ich mich mit dem unvermeidlichen auseinandersetzen muß.
     
    Literatur zu diesem Thema findet man bei Amazon.
    (Elisabeth Kübler-Ross - Interview mit Sterbenden)

     

    Zusatz:
    Meine liebe Mutti ist heute am 04.05.2008 entschlafen. Wer vermag den Verlust der eigenen Mutti zu ersetzen?
    Ich hoffe, das sie jetzt, so man den Christen glauben schenken darf, ihren Frieden gefunden hat.

 

 

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