Deutsches Fernsehen

    April
    05

     

    Das Fernsehen. Pardon, das DEUTSCHE Fernsehen. Das ist es, was einen Mann stolz macht. Hunderte von Sendungen am Tag, genau abgestimmt auf die kleinen Bedürfnisse des kleinen, unbedeutenden Bundesbürgers, der nach der Arbeit, dem Steuerhinterziehen oder dem Zusammenschlagen des ausländischen Nachbars nicht umhin kommt, seine Heimglotze anzuwerfen und sich mit feinstem Medienschmand vollzupumpen.
    So weit, so gut. Ist ja auch sein Recht. Steht so in der Verfassung. Doch was nur die wenigsten wissen: wofür sie seit Jahr und Tag ihr hart verdientes Geld ausgeben, ist in Wirklichkeit das Machwerk vollkommen durchgeknallter Möchtegern-Weltenherrscher, die seit Jahrzehnten daran arbeiten, den Fernseher als ihr dämonisches Werkzeug einzusetzen und uns alle geistig zu versklaven! Ist ja auch ihr Recht. Zumindest hier, in Deutschland. Solange er Steuern zahlt, der gute Weltbedroher.
    Wollen wir uns also – aus Neugier heraus – die typischen Elemente des doitsch … äh … deutschen Fernsehens herausstellen und an jedem einzelnen deutlich zeigen, inwiefern es zur Erdrückung der freien Welt beiträgt.

    1. Element des Bösen: Talkshows

    Beginnen wir sofort mit einem – noch – mächtigen Bestandteil des deutschen Fernsehens. Anfang der 90er-Jahre wurden Talkshows (von „[to] talk“ = sprechen, nicht aus Wiederkäuenden gewonnenes Körperfett), ursprünglich aus dem Mutterland der medientechnischen Gehirnauflösung – den USA – stammend, auch hier in deutschen Landen richtig beliebt. Seitdem sind „Vera am Mittag“, „Petra um Viertel vor Zwölf“ oder „Agatha-Gerlinde kurz vor endendem Vormittagsanfang“ kaum mehr aus der deutschen Fernsehlandschaft wegzudenken – leider.
    Am Beispiel der Talkshows sehen wir wunderbar, wie die Achse des Bösen – ein Sammelbegriff für alle Fernsehsender dieses verfluchten Planeten – es fertig bringt, ihre Konsumenten zu wahren Geiseln des Fernsehapparats zu machen. Es dürfte zwar mittlerweile allgemein bekannt sein, dass es fraglich ist, ob das Asoziale, Penetrante, Würgreiz-Hervorrufende und Schmuddelige, das uns bei Talkshows entgegenspringt, NICHT gespielt ist. Darauf weisen vor allem die schauspielerischen „Glanzleistungen“ der Showgäste hin – fehlt nur noch, dass ihnen das von den Sendern zugesteckte Geld aus den wabbligen „Heute-mach-ich-einen-auf-Penner“-Hosen fliegt, während sie zu ihren Plätzen watschen. Aber nehmen wir einfach mal an, ein leicht doofer Durchschnittsbürger schaut sich diese Sendungen an und sieht, mit welch bizarrem, Ekel erregendem Auftreten die Gäste glänzen. Der kommt ja vielleicht nicht ganz dahinter, wie diese Show wirklich funktioniert. Folge: Der Zuschauer erkennt, wie kultiviert und gut erzogen er doch ist. Gibt es eine schönere Stärkung des Selbstwertgefühles? Um sich das immer wieder beweisen zu können, schaut er das Zeug jeden Tag. Jeden, jeden Tag.

    Am Ende ist er dann von Hartz IV betroffen.


    2. Element des Bösen: Casting-Shows

    „TV makes the Superstar“ hieß es vor wenigen Jahren in einem „Song“ einer einst populären, metro-sexuell anmutenden Band aus den 80ern – getreu diesem Motto sind in der letzten Zeit vor allem so genannte „Casting-Shows“ der Renner in deutschen Wohnzimmern.
    Das Prinzip ist einfach: niedergeschmetterte, wesenskranke, mit Minderwertigkeitskomplexen belastete Jugendliche (überwiegend weiblicher Art) finden sich an einem Ort zusammen, singen und hampeln vor der Kamera – und nebenbei vor einer „fachmännischen Jury“ -, um sich ihren Traum zu erfüllen: ein Star zu werden! Wow, wie crazy! Pikante Details des Werdegangs dieser Verblendeten, wie der endlose Marathon im Lutschen von Produzentengenitalien, werden natürlich nicht ins Programm der TV-Sender genommen. Die „Achse des Bösen“ will ja nicht unseriös wirken und Familientauglichkeit beweisen.
    Ebenso lang wie die Reihen jener Jugendlicher, die mit unter anderem barbarischen Aussprüchen eines braungebrannten, quietschstimmigen, narbengesichtigen Produzentensacks gedemütigt werden und ihren Traum aufgeben müssen, ist die Liste der Shows, die auf diesem Prinzip basieren: "Popstars", "Deutsche Stimme", "Fame Academy", "Deutschland sucht den Superstar", "Starsearch" ... da scheint einem doch Familienunterhaltung der feinsten Sorte entgegen! Eine Band bei ihrem Werdegang begleiten! Das ist doch was! Vor allem für andere junge Leute, die sich dann in der Schule, am Bahnhof, im Knast oder in der Entzugsanstalt damit brüsten, ihre neue „Lieblingsband“ auf Schritt und Tritt begleitet zu haben – bis nach zwei Songs dann wieder alles vorbei ist, weil der Latino-Casting-Pop aus Übersee interessanter ist.
    Mittlerweile beginnen derartige Sendungen, ihre Wurzeln in der gesamten Fernsehlandschaft auszubreiten. Nehmen wir beispielsweise die Versuche der armen, hinters Licht geführten Selbstmordgefährdeten, die mit ihrem Raucher-Stimmchen und deformierten Körpern alles einsetzen, was ihnen das Elternhaus gelassen hat, um sich dann doch vor der Jury, deren Kompetenz mit der von Mahagoni-Holz zu vergleichen ist, und Millionen von unzivilisierten Teutonen lächerlich zu machen. Der geübte TV-Kritiker wird's bereits ahnen: man kann davon ausgehen, dass diese "Querschläger" auch nur engagiert wurden, damit die glamourösen Promi-Sendungen am Nachmittag etwas senden können, das „richtig lustig ist“ und ausnahmsweise nicht mit den Geschlechtsteil-Problemen bekannter Prominenter zu tun hat.

    3. Element des Bösen: Daily- und Doku-Soaps / Reality TV

    Denkt man an Seife, wird einem zunächst nichts Böses an ihr auffallen. Kommt die Seife ins Fernsehen, also als Seifenoper, überfallen einen die mitunter teuflischsten Dämonen, die das Fernsehen je hervorgebracht hat. Neu zu diesen "Daily Soaps" sind die "Doku Soaps" gestoßen, die aber ihren bildenden Charakter - "Doku" ? – scheinbar nicht mehr ganz so ernstnehmen.
    Beschäftigen wir uns zunächst mit dem Phänomen „Daily Soaps“. Diese Sendungen sind, wie man bereits wissen sollte, der Versuch der Produzenten, den Zuschauer jedes Mal zum Weiterschauen am nächsten Tag zu zwingen, indem man die Tagesabläufe von komischen Menschen in irgendeiner deutschen Großstadt mit Intrigen, Affären, Explosionen, Mord, Totschlag, unsittlicher Entkleidung, Vergewaltigungen, spektakulären Terror-Aktionen südkoreanischer Untergrundkämpfer etc. spickt. Da ursprünglich der "Alltag" wiedergespiegelt werden sollte, ist allerdings fraglich, ob man „Daily Soaps“ nicht als gekürzte, moderne Heimatfilme mit den Einflüssen deutscher Krimi-Serien-Regisseure („Boah! Balkos Auto fliegt ja einmal quer durch einen brennenden Schnellzug!“) bezeichnen kann. Besonders Jugendliche weiblichen Geschlechts haben bereits ganze Sekten gegründet, um die skurrilen Erlebnisse ihrer imaginären Fernseh-Helden halb kreischend vor Erregung in sich aufzusaugen. Jeden Abend. Damit haben wir wieder einen netten „Binde-Effekt“, dem die armen Mädchen, deren Gehirn sich noch nicht vollständig entwickelt hat, vollkommen ausgeliefert sind. Der Bann des Fernsehens. Verstärkt durch knallharte Soft-Pornos für Jugendliche. Skandalös!

    Kleines Beispiel einer Episode: "Karl-Dakota Baumann kommt aus Australien, um seinen Vater Texas zu finden. Am Münchner Hauptbahnhof rutscht er auf einer Banane aus und fällt vor den gerade einfahrenden Zug. Texas rettet ihn und wird stattdessen selbst überfahren. Sterbend, da in zwei Hälften geschnitten, erklärt Texas seinem Sohn, Karl-Dakota sei aus einer Affäre mit dem Schaffner, der in Wirklichkeit eine Frau ist, entstanden. Zudem erfährt Karl-Dakota von einem unermesslichen Schatz, den sein Vater irgendwo in der Dresdner Frauenkirche versteckt hat. Währenddessen entdeckt die 22-jährige Sabine Daborschkilowsky in ihrem Zimmer, dass das Bett voller Blut ist. Der blonde Männertraum wendet sich an ihren schüchternen Partner, den braungebrannten, schwarzhaarigen Body-Builder Silvio, der wiederum seine Oma, Anneborg, informiert. Sie findet heraus, dass in diesem Bett jemand seine Tage hatte. Entsetzen. Sabine will nicht wahrhaben, dass sie tatsächlich - wider die Natur - jetzt erst die Periode hat und rennt zur Türe hinaus - genau in die Fänge einer gerade vorbeiziehenden Satans-Gemeinschaft, die sie zum nächsten Friedhof bringt, um sie dort zu opfern. Silvio fängt währenddessen mit Anneborg etwas an."


    Ähnlich grotesk verhält es sich mit den „Doku Soaps“. Sie kamen vor zwei oder drei Jahren auf und sollten im Sturm die Welt des guten Geschmacks überrennen. "Auf Dübel komm' raus", „Die Schatzsucher“, "S.O.S Bauen, Wohnen, Designen, Kochen, Putzen, Fortpflanzen auf dem Küchentisch", "Die Super Nanny", "Die 2 Super Nannys", "Super, die 2 Nannys", "Nannys? Super, gleich 2!" etc. In erster Linie sollen die Zuschauer einen Einblick in die Welt von Menschen bekommen, die ein Problem mit irgendetwas haben - je nach Fachbereich werden Elite-Spezialisten, die nicht mal das FBI hat, auf den Plan gerufen, um diesen armen Seelen zu helfen. Dabei erfährt der Zuschauer tolle Tricks und kann zudem gut beobachten, wie dumm sich Menschen dabei anstellen können, ein Regal aufzubauen. Ist natürlich alles gestellt. Wo kämen wir sonst auch hin? Ebenfalls sehr amüsant: den Tagesablauf des kleinen Rudi M. zu beobachten, der wegen der Erziehung seiner zum Himmel schreiend dämlichen Mutter gerne dazu neigt, mit dem asiatischen Messer-Set, was Muttern immer auf den Boden stellt - weil sie ja so dämlich ist - auf die anderen Familienmitglieder einzustechen. Aber da ist schon die Nanny, die eher wirkt wie eine SS-Obersturmbandführerin im Kindergarten-Stil und mit ein paar stechenden Worten das kleine Ungeziefer anschnauzt! That’s Entertainment, Ladies and Gentlemen!
    Kommen wir, wo das Thema „Reality“ nun so stark in die Nähe rückt, zum anschaulichsten Vertreter des Show-Genres „Realitity TV“: „Big Brother“. Allgemein als „Abgrund der Fernseh-Unterhaltung“, „Vernichtungsmaschinerie des letzten Rests Niveau im TV“ und „buäh!“ betitelt, ist „Big Brother“ ein Phänomen, das nicht nur in Deutschland herausragendes Interesse hervorgerufen hat. Zumindest so lange, bis man es sich zum ersten Mal angeschaut hat.
    Leicht minderbemittelte, arbeitslose Menschen werden monatelang in einen Wohnblock eingesperrt, wo man ihnen selbst beim Duschen und Vögeln zuschauen kann – gerade Letzteres wäre nicht einmal schlecht, würden diese Subjekte nur nicht so attraktiv wie ein Mülleimer sein. Man kann ihren interessanten, gebildeten Konversationen lauschen und beobachten, wie sie bei der Instandhaltung des Umgangstones, der blumigen Atmosphäre und freundlichen Annäherung jämmerlich versagen. Nach einem bestimmten Zeitraum kommt dann einer von ihnen in den Genuss, diesen Hort des Schreckens für immer zu verlassen. Wer geht, entscheiden die Zuschauer über eine Hotline, deren Preise ungefähr so horrend sind wie die der Werbung, die nachts … äh, ich schweife ab.
    Nicht zu vergessen sind auch die sehr glaubwürdigen „Abschlussklassen“- und „Freunde für immer!!!!!einseins“-Sendungen, die sich aus den Amateuraufnahmen eines herumstreunenden Irren zusammensetzen und die Geschichten ungewöhnlicher Menschen zu ungewöhnlichen Themen erzählen. Demnach eine „Daily Soap“ für Arme.
    Einfaches Prinzip. Mitunter der Grund für den Untergang des Abendlandes.

    4. Element des Bösen: Gerichts- und Verbrechens-Sendungen

    Das bewährte Vorgehen, „Schauspieler“ für ein wenig Schnapsgeld von der Straße zu holen, dann in ein seriös anmutendes Kulissenbild einzusperren und sich mal so richtig austoben zu lassen, kommt auch in den spektakulären Gerichts-Sendungen vor allem privater Fernsehsender zum Einsatz. Die überraschenden Wendungen, die in den „Verhandlungen“ dann auftreten, sind dermaßen glaubwürdig und mitreißend, dass man sich schon fast wie in einem preisgekrönten Polit-Thriller mit juristischem Beigeschmack versetzt fühlt – nur ohne Qualität in allen Belangen.
    Ähnliche Effekte erzielen auch die „Verbrechens“-Sendungen, in denen Polizeibeamte, die eine ungemein eigenartige Art haben, sich zu unterhalten, ständig begleitet von einem ominösen Dritten, der sich – scheinbar notgeil – in den Busch setzt und die Kommissare bei der Arbeit dreht, sich um brisante Fälle kümmern, die mit einer verschwundenen Brieftasche anfangen, aber in einem internationalen Drogen- und Menschenhandel-Skandal hinter einer Dönerbude enden. Erschreckend, diese Lebensnähe! Jeder Busch kann dein Feind sein.

    5. Element des Bösen: Themenshows

    „Die Ossi-Show“, „Die 90er-Show“, „Hits der 80er“, „Hits der 70er“, „Die 70er-Show“, „Die Chart-Show“, die „Hit-Giganten“, die „Shit-Garanten“, die „1975+2-Show“, die „Mauer-Show“, die „Show-Show“ ... was anmutet wie eine Fülle von verschiedenen Unterhaltungsshows, wo Langeweile ein Fremdwort ist, glänzt in Wirklichkeit allein dadurch, ein- und denselben – zumeist weniger atemberaubenden – Inhalt in einen neuen Namen zu verpacken und den Zuschauer mit alten Leiern, die während der Sendung drei Mal wiederholt werden, akustisch zu lynchen. Dennoch weiß die „Achse des Bösen“, wie man den gleichen Sendungsbrei in Szene setzt: ein wochenlang trainiertes Publikum sitzt auf speziell präparierten Stühlen, die jedem Nägel in den Allerwertesten rammen, wenn er bei den vom Band abgespielten Songs während einer Performance nicht aufsteht und mitklatscht. Die dadurch entstandene Stimmung – diese unvergleichliche Atmosphäre, wie man sie nur bei den Unterhaltungskünstlern des privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehens antrifft – weitet sich in ganz Deutschland wie ein Flächenbrand aus.
    Gewürzt werden die Zwei-Minuten-Beiträge, die zusammengefasst den Countdown des besten marokkanischen Acts, der je in Island gespielt wurde, darstellen, mit einer umwerfenden Vielzahl an Prominenten, die lediglich in einer kleinen „Bekanntheitskrise“ stecken, weil sie in letzter Zeit nur Bullshit produziert oder zu lang mit dem Geld vergangener Tage ihre Drogen bezogen haben.
    Der Trick dahinter: während im morgendlichen Programm und in den Mittagszeiten die Zielgruppe der Nichtentwickelten, Halbentwickelten und Falschentwickelten mit „ihrer“ täglichen Portion Idiotie versorgt wird, erhält das „alte Eisen“ des Fernsehens – alle Zuschauer über 25 - dann des Abends auch ihren Anteil. Ein generationsübergreifender Kreuzzug des Fernsehens. Wie gewitzt!

    6. Element des Bösen: Boulevard-Magazine und Möchtegern-Nachrichten

    Auf dem ersten Blick seriös wie ein Versicherungsvertreter wirkend, bäumen sich vor den strapazierten Augen des Zuschauers Studios der Superlative auf. Tausende Lichteffekte, gekoppelt mit einer attraktiven Stimme und der Erscheinung zweier mindestens drei Stunden lang geschminkter Moderatoren, fallen über den Geist des armen Fernsehkonsumenten her und erfassen ihn gänzlich. Information! Information!
    Information?
    Mit dieser genau formulierten Frage kommen wir zu den „Boulevard-Magazinen“ und „Möchtegern-Nachrichten“ des Abendfernsehens. In kleinen Werbepausen werden wir fix mit den Themen der bald folgenden, wichtigsten Sendung des Tages versorgt:
    Gerücht! Boris Beckers Tennisarm wieder im Einsatz? – Skandal! Angela Merkel doch weiblich? – Unglaublich! Billige Internetseite avanciert zum Portal für Schwachsinn! – Luigi! Eine Pizza Stromboli mit extra viel Käse!
    Was in den Haupt-Nachrichtensendungen des Tages keinen Platz findet, da es 1. vollkommen uninteressant oder 2. in irgendeiner Form gegen den guten Geschmack verstößt, wird in Sendungen wie „sam“, „“punkt 12“, „Blitz“, „explosiv“, „taff“, „exklusiv“, „exkrementiv“, „piff“, „paff“, „peng“ […] eine Woche lang durchgekaut, sodass gesichert ist, dass der Zuschauer den ganzen Nachmittag mit verbalem und medientechnischem Koterbrechen bombardiert wird. Bei so viel „grenzgängiger“ Berichterstattung wundert man sich dann schon fast, dass der Fäkalschlamm nicht schon zu den Seiten des Fernsehers heraustritt.
    Aber ist es nicht genau dieses vollkommen Unwichtige, was den Zuschauer in der besten Feierabendzeit beschäftigt? In einer Welt des Chaos, wo jede Sekunde drei arabische Teppichhändler von amerikanischen Unteroffizieren mit Peitschenhieben gefoltert werden, sechzehn afrikanische Kinder sterben, weil sie ihre Mutter essen mussten, und immer noch die Gewissheit da ist, dass der morgige Tag kein Freitag ist, sucht der Konsument ein wenig Abwechslung, Ablenkung. Mit diesen Bedürfnissen spielt die „Achse des Bösen“ – und tötet weiterhin arme, wehrlose Gehirnzellen.

    [und es geht noch um einiges weiter ...]

    Wir sehen also, meine Damen und Herren, dass das Fernsehen insgesamt über einen – recht oft deutlich werdenden – Grundsatz verfügt, mit dessen Hilfe es ihm immer wieder gelingt, neue, seelenlose Anhänger an sich zu binden.

     

    by Mr.Egon

     

     

    Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Ich danke Mr.Egon für diesen konstruktiven Beitrag zur deutschen Medienlandschaft!

 

 

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