Die PKW-Maut

    Jan
    21

     

    und unsere Politiker...

     

    In diesem Winter kann man schauen, wohin man will. Schlaglöcher über Schlaglöcher. Das Autofahren wird zur Slalom-Fahrt und das Material der Stoßdämpfer ist an der Belastungsgrenze.
    Angeblich ist kein Geld vorhanden, um die Straßen zu sanieren. Klar, muss ja alles in die maroden Banken und EU-Staaten gestopft werden. Deshalb kommt die Politik, genauer das Umweltbundesamt auf die glorreiche Idee, eine PKW-Maut in Deutschland einzuführen.
    Aber nicht etwa für Autobahnen oder Landstraßen, sondern generell für ALLE Straßen. Fährst du zum Bäcker oder in den Supermarkt, klingelt die Kasse.
    Dafür soll angeblich die KFZ.-Steuer entfallen.
    Hierzu sei gesagt, das noch nie!! in der deutschen Geschichte eine Steuer, die einmal eingeführt wurde, jemals wieder abgeschafft wurde.
    Ein Beispiel:
    Die Schaumweinsteuer wurde am Anfang dieses Jahrhunderts eingeführt, um die Kosten der Deutschen Handelsflotte zu decken. Auf die Schaumweinsteuer wird nochmals Umsatzsteuer erhoben. Also, Steuer auf die Steuer!
    Die Mineralölsteuer gibt es seit 1879. Sie hieß damals "Petroleumszoll". Heute wird sie als sogenannte "Ökosteuer" getarnt. Auf die Ökosteuer wird noch einmal Umsatzsteuer erhoben. Steuer auf die Steuer!
    Den Vogel schießt jedoch die Getränkesteuer ab. Erhoben im 12. Jahrhundert als Akzise oder Ungeld. Heute wird die Getränkesteuer versteuert, also wieder Steuer auf die Steuer. Bei alkoholischen Getränken sogar Steuer auf die Steuer auf die Steuer!!
    Ebenso sieht es mit der Solidaritätssteuer aus. Diskussionen um die Abschaffung werden von der Politik entweder verschoben oder gleich abgeschmettert.
    Mit anderen Worten. Der Soli wird nie wieder abgeschafft werden. Er bekommt allenfalls einen anderen Namen!
    Doch zurück zu unserer Maut.
    Die Gebühr muss nach Berechnungen der "Experten" drei bis vier Euro pro 100 Kilometer betragen, um allein die Wegkosten zu decken.
    So das Umweltbundesamt. Wobei sich mir die Frage aufdrängt, wer das wie kontrollieren will wer wieviele Kilometer im Jahr fährt.
    Lasst uns das einmal durchrechnen:
    Ich fahre im Jahr so an die 20.000 km beruflich und noch einmal 5.000 privat.
    Macht 25.000 km.
    Bei einer Maut von 4 € pro 100 km macht das 1000 € im Jahr!
    Da kann man die Kfz.-Steuer natürlich abschaffen, denn die beträgt ja nur paar hundert Euro. Bei mir etwa 114 €.
    Somit ergibt sich eine Mehrbelastung von 1000 € - 114 € (die ich ja so oder so zahlen müßte) = 886 € / 12 = 73,83 € im Monat.
    Die 74 € mehr muß man erst mal verdienen.
    Sollte die Kfz.-Steuer nicht wegfallen wird es utopisch. Dann sind das 1114 € /12 = 92,83 € im Monat. Und das ohne Lohnerhöhung. Nur dafür, das Auto benutzen zu dürfen. Da hast du noch nicht mal getankt.
    Interessant wird es bei der Frage, wie die Politiker sich das mit dem Wegfall der Kfz.-Steuer vorstellen. Die wird ja im Moment unter den Gesichtspunkten des Umweltschutzes erhoben.
    Das hieße, das sich nach dem Wegfall der Kfz.-Steuer jeder wieder Riesenkisten kaufen kann und die Umwelt schädigen.
    Denn es ist ja in dem Moment völlig egal, ob ich eine Nuckelpinne fahre oder einen Vergnügungsdampfer.
    Bei gleicher Laufleistung im Jahr würden beide das selbe zahlen müssen.
    Merkt ihr nun, das so etwas (Wegfall der Kfz.-Steuer) gar nicht gehen kann???!!
    Dann kommen noch die Benzinkosten pro Monat in Höhe von ca. 240 € hinzu. (Gerechnet bei 8l/100km und 1.50€ pro Liter)
    Macht alles in allem ca. 350 € im Monat Maut und Benzin. Exklusive Verschleiß. Den habe ich jetzt noch gar nicht berechnet.
    Betrachten wir uns aber einmal Speditionen, die im Jahre Millionen Kilometer zurücklegen müssen. Da wird es richtig teuer.
    Die LKW bekommen dann zu der Autobahnmaut auch noch eine allgemeine Maut auf gebrummt.
    Wer zahlt die Zeche? Otto Normalverbraucher. Denn die Kosten werden auf die Konsumenten umgelegt. Logisch. Würde jeder so machen.
    Wobei ich aber noch nicht glaube, das die Kfz.-Steuer abgeschafft wird. Diese bekommt ganz sicher auch wieder einen anderen Namen. Es wird schon einen "klugen Politiker" geben, der sich da etwas einfallen lässt.
    Nehmen wir einmal an, die Maut kommt. Dann sollen die Gelder angeblich für die Sanierung der Straße verwendet werden.
    Leute, mal im Ernst. Wer glaubt denn so etwas?.
    Gera hat ca. 50.000 zugelassene Fahrzeuge. Macht Minimum 5 000 000 € im Jahr "Gewinn" durch die Maut.
    Diese Gelder fließen in das marode Stadtsäckel und werden nie wieder gesehen. Ausser vielleicht auf dem Privatkonto eines geldgierigen Politikers. Und der Straßenbau geht weiter wie bisher.
    2 Schippen voll Asphalt in das Loch, fest gestampft und das Loch ist zu. Genau bis zum nächsten Winter.
    Wie lange soll das noch so weiter gehen?
    Ist doch klar. Bis in alle Ewigkeit. Irgendwann bestehen die Straßen nur noch aus Flicken "Made in DDR".
    Das, was 60 Jahre lang versäumt wurde, kann niemand mehr reparieren. Nur mit groß angelegtem Straßenbau ließe sich das bewerkstelligen. Doch der kostet Geld. Geld, das auch mit einer PKW-Maut nicht hereinkommt. Die Stoßdämpferteststrecken bleiben bestehen und wir zahlen mehr Geld für .... ja, wofür eigentlich?????

    Die Dummen sind also in jedem Fall wieder einmal die Autofahrer!

 

 

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