Dschungelcamp

    Jan
    16

     

    "Das Dschungelcamp" oder "Wie die Leute verblödet werden"

     

     

    Wieder einmal beglückt uns das Trash-Fernsehen RTL mit einer neuen Folge vom sogenannten Dschungelcamp.
    11 abgehalfterte Stars und Möchtegern-Models geben sich diesmal die Ehre. Wen dürfen wir in dieser Folge bewundern?

     

    Eine dänische Schauspielerin von ehemaligem Weltruhm (Brigitte Nielsen), einen ehemaligen Torschützenkönig der Bundesliga von 2004 (Aílton), eine lesbische Moderatorin, deren beste Tage auch schon zurückliegen (Ramona Leiß), die ehemalige Schauspielerin und Darstellerin von Momo (Radost Bokel), die seit 2006 auch kein Engagement mehr hatte.

     

    Des weiteren beehren uns Kim Debkowski (mehr oder weniger erfolglose Kandidatin bei DSDS), Micaela Schäfer (die ihre Titten zur Zeit in jede Kamera hängt, die zur Verfügung steht), Jazzy (ehemals TicTacToe), Vincent Raven (Sieger bei "The next Uri Geller"), Rocco Stark (ein Ochsenknecht-Ableger), Martin Kesici (Sieger der ersten Staffel von "StarSearch (2003)") und, nicht zuletzt, ein gewisser Daniel Lopez (Teilnehmer bei DSDS und stellenweise erfolgreicher Musiker).

     

    Das sind unsere 11 Z-Promis. Was haben diese aber nun alle gemeinsam? Ja richtig, Schulden. Und das nicht zu knapp.

     

    Deshalb bietet sich nun die Möglichkeit, über RTL die klammen Finanzen ein wenig aufzupolieren. Mit der Teilnahme an der Sendung: "Ich bin ein Star-holt mich hier raus".

     

    Das Konzept der Sendung ist einfach. Zuerst einmal ist es gekauft vom britischen Format „I’m a Celebrity, Get Me Out of Here!“ des Senders ITV1.
    Dies dachten wir uns schon, da die Deutschen seit Jahren nicht mehr in der Lage sind, etwas eigenes auf die Beine zu stellen.

     

    Moderiert wird die deutsche Version von einem halslosen, schwulen und über seine eigenen dümmlichen Witze lachenden Michelin-Männchen und einer abgehalfterten ehemaligen Club-Med Animateurin, die sich für keinen Schwachsinn zu schade ist, solange es auch nur irgendwie Quote bringt.

     

    Und wo spielt die ganze Geschichte? Im australischen Dschungel. Geographisch ja, aber das war es dann auch schon.
    Ein ehemaliges Farmgelände in Australien (366, Dungay Creek Road, Dungay, New South Wales), wird für die Dauer der Dreharbeiten als Dschungel hergerichtet und von uniformierten Wachmännern bewacht.

     

    Die britische Produktionsfirma "Granada Television" ist Pächter des Geländes und stellt auch die ganzen Umbauten (Ton und Fernsehtechnik).

     

    Was dort gemacht wird und wie das Konzept funktioniert, darauf will ich hier nicht weiter eingehen (Telefonvoting, Ekelerregende Prüfungen etc.).

     

    Gesundheitlich "überwacht" wird der ganze Spaß von Dr. Bob, der nun aber auch in keinster Weise ein Arzt ist. Dr.Bob heißt mit bürgerlichem Namen Bob McCarron, ist im wirklichen Leben Rettungssanitäter und sorgt mit einem Team von drei Personen für das Wohl der Protagonisten.

     

    Die Teilnehmer an dem Dschungelspaß erhalten zwischen 30 000 und 60 000 Euro (je nach Bekanntheitsgrad). Gezahlt wird in 4 Raten. Die letzte Rate gibt es erst 14 Tage nach der Ausstrahlung der letzten Folge.

     

    Aufgeben im Camp kann bis zur Hälfte der Gage kosten. Wer den Satz "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" zu früh sagt, verzichtet auf die Hälfte der Gage.
    Dies sind nur einige wenige Hintergrundinformationen, die eigentlich jeder recherchieren kann, wenn er sich dafür interessiert. Da gehen wir noch nicht einmal auf die Knebelverträge von RTL ein, die jeder Teilnehmer unterschreiben muß. Dies ist noch einmal ein ganz besonderes Kapitel.

     

    Mein persönliches Fazit:
    Ehrlich gesagt lege ich mich lieber auf eine Wiese und sehe dem Gras beim Wachsen zu als mir diesen Ekel-Trash-Klamauk anzutun.

     

 

 

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