Die Glocke

Die größte, nie geläutete, Glocke

 

 

Die Zarenglocke am Moskauer Kreml ist nach der Dhammazedi die schwerste Glocke der Welt. Die 1730 gegossene Glocke hat eine Höhe von 5,87 Meter, misst im größten Durchmesser 6,60 Meter und wiegt 190.000 kg. Damit ist sie die schwerste Glocke der Welt, die man besichtigen kann. Ein ca. 11.000 kg schweres Stück der Glocke ist herausgebrochen (zum Vergleich: 11.450 kg ist das Gewicht der Gloriosa im Erfurter Dom). Die Glocke wurde nie geläutet, sie steht als Sehenswürdigkeit auf einem Granitsockel. Warum die Glocke zersprang ist nicht mehr nachvollziehbar. Einerseits soll ein Brand Schuld sein, der in der Glockengießerei ausbrach und das Löschwasser die Glocke zerspringen ließ. Andererseits soll sie nach dem Aufhängen abgestürzt und zerborsten sein.

 

 

Die größte, noch funktionstüchtige, Glocke

 

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Die größte klingende Glocke weltweit ist die Mingun Bell von Myanmar in Burma. Sie wiegt zwischen 90 und 100 Tonnen (die Gelehrten streiten sich noch darüber), ist vier Meter hoch und hat einen Durchmesser von fünf Metern. Für die Glocke wurde eigens ein Tempel geplant, der jedoch nie fertiggestellt wurde und das ganze Land finanziell ruinierte. Diese Glocke ist voll funktionstüchtig, hängt allerdings starr und wird zum Läuten geschlagen.

 

 

Die größte frei schwingende Kirchenglocke

 

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Die St. Petersglocke im Kölner Dom ist mit ihrem Gewicht von ca. 24.000 kg (Klöppel: ~1.000 kg) und einem Durchmesser von 322 cm die größte der Kölner Domglocken und gleichzeitig die größte (am geraden Joch) frei schwingend läutbare Kirchenglocke der Welt. Die St. Petersglocke befindet sich in 55 m Höhe in der Glockenstube des Südturmes. Sie trägt den Namen des Apostels Petrus, des Hauptpatrons des Doms. Von den Kölnern wird sie liebevoll als "D'r decke Pitter" oder einfach als "Dicker Pitter" bezeichnet. Der Nominal (Schlagton) ist co -5/16.
Sie wurde vom Glockengießermeister Heinrich Ulrich in der Ostthüringer Glockengiesserstadt Apolda gegossen, ist also eigentlich eine Ostdeutsche Glocke. Bei den Vorbereitungen zum Guss mussten rund 30 Festmeter Fichtenholz verfeuert werden, um den Fluss des Metalls zu sichern. Am Abend des 5. Mai 1922 stieß der Meister den Zapfen aus, und der Feuerstrom schoss aus beiden Öfen in die Form. Mit der Stoppuhr konnte festgestellt werden, dass diese in 9 Minuten und 32 Sekunden gefüllt war. Der Guss gelang. Heinrich Ulrich hatte zudem mit der "Gloriosa-Rippe" die gewünschten Klangeigenschaften erreicht. Der Klang der Glocke ist also zurückzuführen auf die größte mittelalterliche Glocke der Welt, die Gloriosa. Das verschweigen die Kölner aber gern.

 

Die größte frei schwingende mittelalterliche Glocke

 

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Die Maria Gloriosa im Erfurter Dom ist die größte frei schwingende mittelalterliche Glocke weltweit. Sie wiegt etwa 11.450 Kilogramm bei 2,50 Meter Höhe, hat einen Durchmesser von 2,58 Meter und wurde im Jahre 1497 vom niederländischen Glockengießermeister Gerhard van Wou aus Kampen (Gerhardus Wou de Campis) auf dem Erfurter Domberg gegossen. In Auftrag gegeben und geweiht wurde sie von Weihbischof Johannes Bonemilch von Laasphe. Der Nominal (Schlagton) der Gloriosa ist eo +3/16. Die Gloriosa wird bezeichnet als die Mutter aller Glocken. Zu Recht. Die Reinheit ihres Klanges ist weltweit unerreicht. Bis zu 50 messbare Obertöne sollen ihren weichen Klang bewirken. Nachdem die Gloriosa am Heiligen Abend 1984 infolge eines bis dahin unbemerkten Risses sprang und ihren Dienst versagte, wurde sie 1985 von Hans Lachenmeyer im Turm geschweißt (geschweißte Risslänge 70cm bei 18cm Wandstärke). Die Nachhallzeit, ein wichtiger Glocken-Parameter, die zuvor gut dreieinhalb Minuten dauerte, lag nach der Schweißung bei fünf Minuten. Dies zeugt von der immensen Handwerkskunst der Glockenschweißerei Lachenmeyer in Nördlingen. Ich selbst habe diese gewaltige Glocke schon besucht und stand in ihrem Inneren. Bei der Führung wurde uns gesagt, das es möglich wäre ohne Gehörschutz neben der läutenden Glocke zu stehen. Dies ermöglicht ihr Nominalton, der sich als Körperschall auswirkt. Probiert habe ich es aber nicht. Am 8.Juli 2004 wurde sie wegen eines erneut erkannten 8cm Risses ausgebaut und in Nördlingen untersucht. Dort wurde ein 40 cm langer Haarriss entdeckt. Im September 2004 kehrte sie in den Dom zurück. Dort wurde sie zur Vorsorge beim Wiedereinbau unter ihrem Joch um etwa 30o gegenüber der ursprünglichen Ausrichtung gedreht. Am 8. Dezember 2004 wurde die Glocke das erste Mal nach ihrer Reparatur wieder geläutet. Zur Schonung erklingt sie nur noch an den höchsten kirchlichen Feiertagen.

 

 

Die größte frei schwingende, am gekröpften Joch hängende, Glocke

 

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Die Toki-no-Sumika-Glocke steht im japanischen Gotenba in einem Ferienort und dort in einem großen Freizeitpark. Die Glocke wiegt 36.250 kg, hat einen Durchmesser von 3,82 m und ist 3,72 m hoch. Der Nominal/Schlagton ist Gis.
2006 hat sie ob ihres Gewichtes die "Peace Bell" als größte frei schwingende Glocke der Welt vom Thron gestoßen.

 

 

Die zweitgrößte frei schwingende, am gekröpften Joch hängende, Glocke

 

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Die Milleniumsglocke oder "Peace Bell" wiegt exakt 33285 Kg, ist 3,50 m hoch und im Durchmesser 3,78 m. Das Totalgewicht in Bewegung beträgt 44 435 Kg. Der Klöppel aus gehärtetem Stahl wiegt 2650 Kg. Solche Massen können natürlich nicht mehr im Sekundenrythmus bewegt werden. Diese Glocke läutet mit 12 Schlägen pro Minute, und jeden einzelnen Schlag hört man 40 Km im Umkreis. Zur Herstellung der Gussform waren 4000 Ziegel, 150 Tonnen Sand und Schotter, und 350 Kg Wachs notwendig. Das Eingießen des 1023 °C heißen, flüssigen Metalls hat dann exakt 5 min 57 sek gedauert. Per Schiff wurde sie von Frankreich nach Amerika geliefert, wo sie von mehr als 100 000 begeisterten Menschen empfangen wurde. Danach wurde sie anläßlich des amerikanischen Nationalfeiertags in New Orleans der Bevölkerung offiziell vorgestellt, bevor sie an ihrem Bestimmungsort in Newport, Kentucky aufgestellt wurde um dann dort am 1. Januar 2000 um 00h00 zu läuten.

 

 

Kurioserweise gibt es noch eine deutsche "Peace Bell"

 

die Friedensglocke Berlin (Rathaus Schöneberg).

 

 

Gegossen am 27. Juli 1950 von Gillett & Johnston (aus Croydon südlich von London)
Inschrift:

 

That This World Under God Shall Have a New Birth of Freedom

 

Gewicht der Glocke: 10206 kg, Jochgewicht: 2171 kg,
Größe: Unterer Umfang: 7,80 m, Unterer Durchmesser:2,48 m.
Höhe des Mantels:2,12 m. Kronenumfang: 4,48 m. Kronendurchmesser:1,32 m
Grundton: eo

 

 

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Die ultimativ größte, jemals hergestellte, Glocke

 

 

Die Dhammazedi Bell war die größte, jemals gegossene Glocke der Welt mit einem Gewicht von ca. 300 Tonnen!
Jedoch versank sie bei dem Versuch eines Transportes über den Wasserweg, begraben im Schlamm des Zusammenflusses von Yangon, BaGo und PaZun Daung in Burma. Die Glocke wurde gefunden, ihre Lage ist bekannt und eine Bergung wurde diskutiert. Jedoch gestaltet sich diese aufgrund des gewaltigen Gewichtes der Glocke und der Tiefe, in der sie liegt (35m sollen es sein) schwierig. Sollte diese Glocke jemals gehoben und zum Läuten gebracht werden, käme dies im Islam dem Auffinden des heiligen Grals der Christenheit gleich!
Die Bergung der Glocke, sollte sie jemals gehoben werden, wird ca. 5 - 10 Millionen US-Dollar kosten!

 

Hier, an der Stelle mit dem Kreuz, liegt die größte Glocke der alten und neuen Welt.

 

 

Zusatz:

 

Vor nicht allzu langer Zeit las ich in einem Forum, das in Japan, auf dem Fujiyama eine Glocke stehen soll, die erst vor kurzem dorthin verbracht wurde und die 200!! Tonnen wiegen soll. Damit würde sie sogar die "Zar Kolokol" in den Schatten stellen und wäre nach der Dhammazedi Bell die ultimativ größte Glocke der Welt. Aufgrund der heutigen Technik ist es sicher kein Problem, Glocken mit diesem Gewicht herzustellen und auch zum Läuten zu bringen. Es wäre auch, meines Erachtens nach möglich, Glocken noch größeren Gewichtes herzustellen. Allerdings meine ich, das dies nur reines Platzhirschgehabe wäre. Wie dem auch sei, wenn jemand etwas über die Glocke auf dem Fujy-San weiß und mir Daten und Bilder zukommen lassen kann, wäre ich dafür dankbar.

 

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